BeB Aktuell Mai 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

Mitglieder des BeB in Baden-Württemberg haben die Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ gestartet, um auf drohende Kürzungen in der Eingliederungshilfe aufmerksam zu machen. Der BeB trägt diese Initiative auf die Bundesebene und ruft dazu auf, sich aktiv dagegen einzusetzen. Hier geht es zur Kampagnenseite.

In vielen Bundesländern stehen Leistungen für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung unter Druck. Kürzungen gefährden die gesellschaftliche Teilhabe und wirken sich unmittelbar auf den Alltag aus, während übermäßige Bürokratie als Kostentreiber kaum beachtet wird.

Die Kampagne macht diese Auswirkungen sichtbar und richtet klare Forderungen an die Politik. Eingliederungshilfe ist keine freiwillige Leistung, sondern Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass personenzentrierte Unterstützung durch pauschale Angebote ersetzt wird und Teilhabeansprüche eingeschränkt werden.

Statt zu kürzen, braucht es Bürokratieabbau und Investitionen in Digitalisierung. So lassen sich Prozesse verbessern und Kosten sinnvoll senken. Ebenso wichtig ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit statt zusätzlicher Kontrolle.

Unser Ziel bleibt klar:
Teilhabe sichern, Bürokratie abbauen und Digitalisierung voranbringen

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Barbara Heuerding
Geschäftsführerin

Franchise Info Presentation(7)

Die Kerbe - Forum für soziale Psychiatrie

Aktuelle Ausgabe: Seelische Gesundheit, Digitalisierung & KI
Nicht nur Digitale Medien, sondern auch Künstliche Intelligenz sind längst Teil unseres Alltags. Dabei verändern sie unsere Kommunikation, Beziehungen und den Umgang mit psychischen Krisen grundlegend. Die neue Ausgabe der Kerbe richtet ihren Blick auf diese Transformation und fragt, wie wir die neuen Herausforderungen angehen können. Aber auch unter welchen Bedingungen Digitalisierung die seelische Gesundheit stärken kann.
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Orientierung – Fachzeitschrift für die Teilhabe

Aktuelle Ausgabe: Welt Sichten - Ein Kunstheft
Kunst ist politisch. Wer wird gesehen wird und wer bleibt unsichtbar? Künstler*innen mit Behinderung gehören häufig zu Letzteren. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck bestehender Macht- und Ausschlussverhältnisse.
Die neue Orientierung versteht das Heft Kunst als gesellschaftlichen Resonanzraum: als Ort, an dem politische und soziale Fragen verhandelt, Perspektiven erweitert und Ausschlüsse sichtbar gemacht werden können. Es lädt ein, alte Sichtweisen zu hinterfragen und neue einzunehmen.
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Aktuelles

#LiebeTrägtAlleFarben – Pride-Kampagne
Am 1. Juni startet der Pride Month und der BeB setzt gemeinsam mit seinen Partnern ein starkes Zeichen für Vielfalt, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Im Mittelpunkt der Kampagne steht eine Haltung, in der Vielfalt selbstverständlich gelebt wird und alle Menschen ihre Identität frei und ohne Angst zeigen können. Ein besonderer Fokus des BeB liegt auf queeren Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung, deren Perspektiven und Teilhabe sichtbar gestärkt werden sollen. Von Juni bis Ende September stehen verschiedene Materialien und Aktionsmöglichkeiten zur Verfügung. Zeigen Sie Flagge in Ihrer Einrichtung, nutzen Sie die Kampagnenmaterialien oder beteiligen Sie sich mit eigenen Aktionen. Gemeinsam kann so ein klares Zeichen für ein respektvolles Miteinander gesetzt werden.
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Politiktalk am 17. Juni
Am 17. Juni von 9 bis 12 Uhr ist es wieder so weit: Der BeB diskutiert mit den teilhabepolitischen Sprecher*innen der demokratischen Bundestagsfraktionen über die aktuellsten Entwicklungen und Vorhaben in der Teilhabepolitik. Die Podiumsdiskussion ist barrierefrei mit Simultanübersetzung in Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache. Die Teilnahme ist kostenlos.
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Projekt „Erinnern und Anerkennen“ macht auf Unrechtserfahrungen der DDR-Heimkinder aufmerksam
Mit dem Projekt schafft die Stephanus-Stiftung Raum für die biografischen und oft traumatischen Unrechtserfahrungen von Menschen mit Behinderung, die in DDR-Heimen aufgewachsen sind. So sind zusammen mit den Betroffenen vielfältige Angebote wie Erzählcafés, theaterpädagogische Arbeit und Kreativangebote, historisch-biografische Recherchen oder auch ein Dokumentarfilm entstanden. Auf diese Weise wird den Menschen und ihren Erfahrungen Sichtbarkeit verliehen.
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Sozialpolitik & Recht

Keine Kürzungen beider Teilhabe!
Die Fachverbände kritisieren in ihrem Positionspapier die jüngsten Ergebnisse einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“. Nicht nur blieben benötigte Reformen rund um Digitalisierung und Bürokratieabbau aus. Während die Verwaltungskosten seit 2020 fast siebenmal so stark anstiegen wie die Fallzahlen, würde die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen zum bloßen Kostenfaktor degradiert.
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Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderung (KBB) veröffentlicht Positionspapier zu Leistungskürzungen
Die KBB kritisiert dabei das Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen. Sie spricht von „unzumutbaren Einschnitten in der Teilhabe“ und einem Bruch mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Parallel dazu würden bei einer Umsetzung bürokratische Strukturen verstärkt und Folgekosten.
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Service

Die AfD - eine Gefahr für Menschen mit Behinderung
Die neue Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte belegt die systematische Abwertung von Menschen mit Behinderung als einen festen Bestandteil ihrer inhaltlichen Ausrichtung. Ihr Bild der betroffenen Menschen knüpfe nachweislich eines dem Nationalsozialismus entspringenden national-völkischen Menschenbildes an. In diesem treten Menschen mit Behinderung als „Belastungsfaktoren“ auf, die nicht Teil der „Volksgemeinschaft“ sein könnten.
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Deutscher Verein veröffentlicht Empfehlungen für eine inklusive Familienbildung
Der Deutsche Verein hat Empfehlungen für eine inklusive Weiterentwicklung der Familienbildung vorgelegt, mit besonderem Fokus auf Familien mit Kindern mit Behinderungen. Sie betonen, dass Angebote nach § 16 SGB VIII konsequent barrierearm, bedarfsgerecht und gut erreichbar gestaltet werden müssen. Zentrale Punkte sind der Abbau von Zugangsbarrieren, passgenaue Angebotsformate sowie verlässliche fachliche und finanzielle Rahmenbedingungen.
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Redaktion: Sevinç Topal, Pressereferent 

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Der evangelische Fachverband für Teilhabe ist ein Fachverband der Diakonie. Auf der Grundlage seiner ethischen Haltung, seines christlichen Menschenbildes sowie der UN- Behindertenrechtskonvention setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörigen ein. Zwei gewählte Beiräte aus diesen Personengruppen begleiten den BeB im kritisch-konstruktiven Dialog. Als Interessenvertretung von über 600 evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie arbeitet der BeB daran, die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern, die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in ihrer Vielfalt zu fördern sowie umfassende Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung zu realisieren.

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