Orientierung Heft 4/2021: AUSSERGEWÖHNLICH Menschen, die herausfordern

Cover OrientierungLiebe Leser*innen,

wir müssen (mal wieder) eine Orientierung machen, in der wir uns mit der Gruppe der „Systemsprenger*innen“ auseinandersetzen. So war die erste Idee vor rund einem Jahr im Redaktionskreis der Orientierung.
In der Diskussion war dann schnell klar, dass man es sich mit dem Begriff Systemsprenger*in zu leicht macht.
Der Begriff hat durch den 2019 an den Start gegangenen gleichnamigen Film von Nora Fingscheidt eine breite Öffentlichkeit erreicht. Im Film geht es um den Leidensweg eines 9-jährigen Mädchens, das mit seinem Verhalten alle Unterstützungssysteme an Grenzen bringt. Ob Pflegefamilie, Psychiatrie oder Heime: Alles wird von ihr „gesprengt“.
Aber: Hier werden nicht nur Systeme „gesprengt“, sondern auch Systeme auf ihre Funktionalität geprüft. „Systeme sprengen – Systeme prüfen“ war dann unser Arbeitstitel für die Artikelanfragen.
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Orientierung Heft 3/2021: Politik

CoverLiebe Leser*innen,

haben Sie schon einmal etwas von der Initiative „Wir für Menschlichkeit und Vielfalt" gehört? Die gibt es seit März 2021. Sie finden sie im Netz unter www.wir-fmv.org. Mit einer gemeinsamen Erklärung zeigen über 700 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Die unterzeichnenden Verbände machen sich stark für eine offene und vielfältige Gesellschaft und gegen eine Stimmung von Hass und Gewalt. Der BeB ist auch dabei.
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Orientierung Heft 4/2020: Menschlichkeit

Heftcover

Liebe Leser*innen,

mit dieser Orientierung haben wir uns auf die Suche begeben - was ist Menschlichkeit? Unsere Hoffnung war: In der Summe aller eingehenden Artikel lässt sich am Ende eine gemeinsame Definition erkennen. Auch Meggy Katzenstein hat sich in der Diakonie Kork für uns auf Spurensuche begeben. Sie hat mit unterschiedlichen Gruppen von Menschen mit Unterstützungsbedarf versucht zu erheben, wie Menschlichkeit erlebt wird. Nach so manchen ratlosen und verständnislosen Blicken wurde dann aber doch von eigenen „Menschlichkeitserfahrungen“ erzählt:
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Orientierung Heft 3/2020: Arbeit 2020

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Liebe Leser*innen,

vor kurzem wussten viele von uns noch nicht, was der Unterschied zwischen einer FFP2- oder einer MNS-Maske ist. Jetzt tummeln wir uns in Video-Konferenzen, waschen uns deutlich häufiger als sonst die Hände und singen dabei zweimal „Happy birthday to you“, weil wir gelesen haben, dass dann die 30 Sekunden Mindestwaschzeit herum sind. Kaum sind die Hände ordentlich und gründlich abgetrocknet, gönnen wir uns noch eine kräftige Portion Hand-Desinfektionsmittel auf die schon spröde gewordenen Hände. Türklinken öffnen wir souverän mit dem Ellbogen, wir begrüßen uns, statt mit Handschlag, mit einem freundlichen Lächeln.
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Orientierung Heft 2/2020: Divers*ität

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Liebe Leser*innen,

unsere Welt scheint immer unterschiedlicher und unübersichtlicher zu werden. In der politischen Diskussion, im Miteinander verschiedener Kulturen, im Fußballstadion, in der Straßenbahn und auch in der Eingliederungshilfe treffen Menschen verschiedener Herkunft, verschiedener sexueller Orientierung, verschiedener Glaubensrichtungen, verschiedener Kompetenzen aufeinander. Das wird an vielen Stellen als Bereicherung erlebt. Das führt aber auch zu Ängsten und Sorgen.

Diese Ängste können minimiert werden, wenn jeder die Möglichkeit hat, die eigene Meinung angstfrei zu äußern, wenn unterschiedliche Meinungen respektiert und offen diskutiert werden und wenn Empathie als Grundstimmung erlebbar ist. Amy Edmondson spricht dann von „psychologischer Sicherheit" (siehe Schmidt Seite 08).
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Orientierung Heft 1/2020: Selbstbestimmung sichern – Rechtliche Betreuung

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Liebe Leserin, lieber Leser,

gerade mal gut 25 Jahre ist es her, dass das alte Entmündigungs-, Vormundschafts- und Pflegschaftsrecht grundlegend reformiert wurde. 1992 wurde durch das Betreuungsgesetz eine ganz andere Grundhaltung gegenüber den Menschen ausgedrückt, die aufgrund von Erkrankung oder Behinderung längerfristig oder vorübergehend nicht alle ihre Belange selber regeln können. Die Selbstbestimmung und die Individualität der Betreuten wurden in den Vordergrund gestellt. Bevormundung war gestern. Selbstbestimmung sichern war und ist das erklärte Ziel der Rechtlichen Betreuung1 (vgl. Winterstein ab Seite 27).
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Orientierung Heft 4/2019: hart & zart

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Liebe Leserin, lieber Leser,

hart und zart. Zwei Worte. Fast gleich geschrieben. Nur ein Buchstabe ist jeweils anders. Und doch können Welten dazwischen liegen. Zwischen Hartem und Zartem.

Wenn etwas hart ist, ist es fest, gibt keinem Druck nach. Felsen sind hart. Es gibt hartes Holz und hartes Brot. Wenn wir über einen harten Knochen nachdenken, ist das ein Bild für einen Menschen, an dem man nicht so leicht vorbeikommt. Übertragen meint hart auch streng und ohne Gnade oder auch heftig, grob, schwer erträglich.
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