Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung: Keine Kürzungen bei der Teilhabe

Veröffentlicht am: 05.05.26

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung warnt der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) eindringlich vor Kürzungen bei Leistungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

„Teilhabe ist ein Menschenrecht und darf nicht unter Finanzierungsvorbehalt gestellt werden“, erklärt Pfarrer Frank Stefan, Vorsitzender des BeB. „Wer an Unterstützungsleistungen spart, beschneidet die Lebensmöglichkeiten von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und gefährdet ihre gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft.“

Der BeB beobachtet mit großer Sorge, dass Leistungen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Bildung und Assistenz zunehmend infrage gestellt werden. Diese Entwicklungen stehen im Widerspruch zu den Zielen einer inklusiven Gesellschaft und der UN-Behindertenrechtskonvention. Deutschland ist verpflichtet diese umzusetzen und ist weit davon entfernt barrierefrei im Straßenverkehr, in der Schule und in Behörden zu sein.

Wer Einsparungen bei Leistungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fordert, verkennt häufig, was diese Leistungen im Alltag konkret bedeuten. Teilhabe ist keine abstrakte Größe. Sie entscheidet darüber, ob Menschen selbstbestimmt leben, Beziehungen pflegen, arbeiten, lernen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Wie Teilhabe im Alltag konkret wirkt, zeigt die Social Wall zur Aktionswoche #OhneFachkräfteTeilhabe. Dort berichten Menschen mit Behinderung, Angehörige und Fachkräfte eindrucksvoll von ihrem Alltag. Die Beiträge machen sichtbar, welche Folgen es hat, wenn Assistenz fehlt. Der BeB lädt insbesondere politische Entscheidungsträger ein, sich anhand dieser Stimmen ein realistisches Bild von Teilhabe im Alltag zu machen.

Zum Europäischen Protesttag fordert der BeB Bund, Länder und Kommunen auf, Schluss zu machen mit Plänen zur Leistungskürzung auf dem Rücken von Menschen mit Behinderung und stattdessen Lösungen zu finden, die nachhaltig die finanzielle Situation der Kommunen sichern. Das geht mit Entbürokratisierung und Digitalisierung sowie Besteuerung von Wohlhabenden. Eine inklusive Gesellschaft ist keine Kostenfrage, sondern eine Frage der Haltung und der Einhaltung von Grundrechten.

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des BeB.

Sevinç Topal
Pressekontakt Evangelischer Fachverband für Teilhabe (BeB)

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