Der Evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) veröffentlicht mit „Schau doch meine Hände an“ eine neue App zur gebärdenunterstützten Kommunikation. Die Anwendung richtet sich an Menschen mit kognitiver und sprachlicher Beeinträchtigung und unterstützt sie dabei, ihre Kommunikation im Alltag niedrigschwellig und visuell zu gestalten.
Die App ist die digitale Weiterentwicklung des erfolgreichen Buch- und DVD-Projekts „Schau doch meine Hände an“. In enger Zusammenarbeit mit den Zieglerschen sowie gefördert durch die Paulinenpflege und Aktion Mensch wurde das bewährte Konzept in eine zeitgemäße, barrierearme Anwendung überführt. Ziel ist es, einen einfachen Zugang zu Gebärden zu ermöglichen – unabhängig von Schriftsprache.
„Kommunikation ist eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe und Selbstbestimmung“, erklärt Pfarrer Frank Stefan, Vorsitzender des BeB. „Mit unserer neuen App schaffen wir ein Angebot, das Menschen dabei unterstützt, sich ohne Schriftsprache auszudrücken und ihre Kommunikation aktiv selbst zu gestalten.“
Uwe Fischer, Geschäftsführer Behindertenhilfe bei den Zieglerschen betont den praktischen Nutzen der Anwendung: „Die App ist aus konkreten Alltagssituationen und Unterstützungsbedarfen entstanden. Sie überzeugt durch ihre klare Struktur, den deutlich erweiterten Wortschatz und den barrierearmen Zugang zu Gebärden. Damit erleichtert sie die Kommunikation im direkten Umfeld – zu Hause, in Bildungseinrichtungen oder im sozialen Miteinander – und stärkt die selbstbestimmte Teilhabe.“
Die App verbindet Gebärden mit grafischen Metacom-Symbolen, sodass Nutzer*innenpassende Gebärden schnell finden können – auch ohne Schriftsprache. Nutzer*innen können ihr Alltagsvokabular selbst zusammenstellen.
Funktionen der App im Überblick:
- Alltagsnahe Begriffe in über 20 Kategorien (z. B. Farben, Formen, Essen und Trinken, Kleidung, Freizeit, Zahlen, Kalender, Sexualität)
- Illustrationen mit Bewegungsdarstellungen
- Lehrreiche Videos zu den Gebärden
- Suchfunktion und integriertes Fingeralphabet
- Druckvorlagen und Möglichkeit, eigene Listen zu erstellen
Die App eignet sich sowohl für den persönlichen Gebrauch als auch als Arbeitsmittel in inklusiven Bildungseinrichtungen, therapeutischen Angeboten und der Behindertenhilfe. Die App ist ab sofort über die Webseite des BeB verfügbar.
Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des BeB.

Sevinç Topal
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