BeB Aktuell Januar 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

Kommunikation ist eine grundlegende Voraussetzung für Teilhabe, Selbstbestimmung und ein gleichberechtigtes Miteinander. Gerade Menschen mit kognitiven und sprachlichen Beeinträchtigungen brauchen Angebote, die verständlich, alltagsnah und visuell unterstützt sind. Umso mehr freue ich mich, Ihnen heute unsere neue App „Schau doch meine Hände an“ vorstellen zu können.

Mit der App haben wir ein bewährtes Konzept weiterentwickelt und in eine zeitgemäße, digitale Form überführt. Besonders freut mich, dass es gelungen ist, die App gemeinsam mit allen Beteiligten mit hoher Praxisnähe umzusetzen. Sie knüpft an langjährige Erfahrungen aus der Arbeit mit gebärdenunterstützter Kommunikation an und bietet einen barrierearmen Zugang zu Gebärden ohne Nutzung von Schriftsprache.

„Schau doch meine Hände an“ unterstützt Menschen dabei, ihre Kommunikation individuell zu gestalten und im Alltag sicher einzusetzen. Damit leistet die App einen wichtigen Beitrag zu mehr Verständigung und zu selbstbestimmter Teilhabe in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen. Sie eignet sich sowohl für den persönlichen Gebrauch als auch als Arbeitsmittel in inklusiven Bildungseinrichtungen, in therapeutischen Kontexten und in der Behindertenhilfe. Die App ist ab sofort über die Webseite des BeB verfügbar.

Mein herzlicher Dank gilt den Zieglerschen für die enge, engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie der Paulinenpflege und Aktion Mensch für die Förderung des Projekts Ohne diese Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, das Konzept so konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer*innen auszurichten und erfolgreich umzusetzen.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Barbara Heuerding
Geschäftsführerin

Die Kerbe - Forum für soziale Psychiatrie

Aktuelle Ausgabe: Zum Umgang mit Fremdheit
Die neue Ausgabe der Kerbe fragt, wie wir Fremdheit in der Psychiatrie und im gesellschaftlichen Miteinander verstehen und gestalten können. 
Fremdheit begleitet uns als existenzieller Aspekt des Lebens – sie kann verunsichern, aber auch bereichern. Die Beiträge beleuchten die Bedeutung von Vertrauen im Umgang mit dem Unbekannten, die Rolle von Genesungsbegleitung als Schlüsselfrage sowie die Herausforderungen kultureller und sozialer Differenzen in der Behandlung. Die Ausgabe bietet Impulse, Fremdheit nicht als Bedrohung, sondern als Chance für Begegnung und Entwicklung zu begreifen.

Orientierung – Fachzeitschrift für die Teilhabe

Aktuelle Ausgabe: Mitarbeitende
Diese Ausgabe der Orientierung rückt die Mitarbeitenden in der Eingliederungshilfe in den Mittelpunkt. Sie zeigt, welche strukturellen Bedingungen gute Arbeit ermöglichen – verlässliche Rahmenbedingungen, stabile Teams, politische Unterstützung und echte Wertschätzung. Mit fachlichen Analysen und Praxisbeispielen plädiert sie für eine Arbeitswelt, die professionelle Arbeit stärkt statt sie zu überfordern.

Aktuelles

BeB warnt vor sozialpolitischen Verschlechterungen
Der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe e.V. (BeB) begrüßt Verwaltungsvereinfachung und Digitalisierung, warnt jedoch davor, dass geplante Sozialstaatsreformen Menschen mit Behinderungen und Betreuungspersonal belasten könnten. BeB fordert barrierefreien digitalen Zugang zu Leistungen, sichere Tarif- und Gehaltsregelungen sowie den Abbau von Bürokratie statt Einsparungen auf dem Rücken der Betroffenen.
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Veranstaltungen
Aktionswoche 2026 #OhneFachkräfteKeineTeilhabe 
Auch im Jahr 2026 ruft der BeB gemeinsam mit den anderen Fachverbänden für Menschen mit Behinderung sowie der BAG HEP die bundesweite Aktionswoche #OhneFachkräfteKeineTeilhabe aus – sie findet vom 20. bis 24. April 2026 statt. Bitte merken Sie sich den Termin bereits jetzt in Ihrem Kalender! Ziel der Aktionswoche ist es erneut, die unverzichtbare Rolle der Fachkräfte in der Eingliederungshilfe sichtbar zu machen. Bereits am 26. Februar von 13 bis 14 Uhr stellen wir Ihnen in einem Online-Meeting die neuen Materialien sowie Tipps für eine effektive Nutzung vor, um eine maximale Sichtbarkeit zu erreichen. 
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Fachtag Eingliederungshilfe 2026
Öffentliche Sparzwänge, steigende Kosten und der Erhalt leistungsfähiger Haushalte stellen die Eingliederungshilfe vor große Herausforderungen. Gleichzeitig müssen Angebote klientenorientiert, wirtschaftlich tragfähig und rechtssicher bleiben. Der Fachtag von Curacon „Eingliederungshilfe 2026 – Fokus: Wirtschaftlichkeit stärken!“ ab Februar 2026 gibt praxisnahe Impulse. Er behandelt aktuelle sozialrechtliche Entwicklungen, neue Vertrags- und Abrechnungsmodelle sowie Budgetlösungen, präsentiert erste Studienergebnisse und beleuchtet relevante steuer- und wirtschaftsrechtliche Fragestellungen für Einrichtungen und Dienste.
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Service

Online-Ausbildung zur/zum Inklusionsbotschafter*in
Ab dem 27. Februar bietet die Evangelische Kirche der Pfalz wieder online eine Ausbildung zur/zum Inklusionsbotschafter*in an. Vemrittelt werden Grundkenntnisse über Inklusion und das Sozialrecht, die zu Tätigkeiten in der Assistenz kirchlicher/ kommunaler Behindertenvertretung oder Werkstatt und Wohnheim befähigt.
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Umfrage: 2026 für Menschen mit Behinderung mit Unsicherheiten verbunden
Nur etwas mehr als jeder dritte Mensch mit Behinderung kann mit Optimismus dem anstehenden Jahr entgegenschauen, so eine Studie der Aktion Mensch und Ipsos. Einen besonderen Fokus haben für die Betroffenen demnach Gesundheit und Pflege, die steigenden Lebenshaltungskosten und Armut sowie soziale Ungleichheit. Von der Politik fühlen sich fast 4 von 5 unzureichend vertreten und wünschen sich stärkere soziale Sicherungssysteme, bedarfsgerechte Wohnungen und bessere Arbeitsmarktchancen.
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EinfachMachen-Portal gegen überbordende Bürokratie
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat das EinfachMachen-Portal ins leben gerufen. Hier können bürokratisch übermäßig komplizierte Verwaltungsabläufe gemeldet werden. So soll Bürokratie gezielt abgebaut werden.
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Redaktion: Sevinç Topal, Pressereferent 

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Der evangelische Fachverband für Teilhabe ist ein Fachverband der Diakonie. Auf der Grundlage seiner ethischen Haltung, seines christlichen Menschenbildes sowie der UN- Behindertenrechtskonvention setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörigen ein. Zwei gewählte Beiräte aus diesen Personengruppen begleiten den BeB im kritisch-konstruktiven Dialog. Als Interessenvertretung von über 600 evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie arbeitet der BeB daran, die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern, die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in ihrer Vielfalt zu fördern sowie umfassende Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung zu realisieren.

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