BeB Aktuell Juli 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

viele von Ihnen haben sicherlich bereits von der Kampagne #NichtamMenschensparen gehört. Wir bitten Sie, diese zu unterstützen!

Einige Mitglieder des BeB in Baden-Württemberg haben die Kampagne gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe initiiert. Hintergrund sind die Pläne der Bundesregierung, einzelner Bundesländer und der Verbände der Leistungsträger zu Leistungskürzungen, die sowohl die Menschen mit Behinderung als auch die Einrichtungen und Dienste treffen würden. Wir sind der Auffassung, dass wir stattdessen dringend die Bürokratie abbauen müssen und dadurch erhebliche Kosten sparen würden. Viele soziale Einrichtungen und Verbände unterstützen die Kampagne.

Petition unterstützen und verbreiten: Um diesen Anliegen Nachdruck zu verleihen, wurde eine Petition gestartet.  Wir möchten Sie herzlich bitten, die Petition zu unterzeichnen. Jede einzelne Unterschrift macht sichtbar, wie viele Menschen hinter dem Anliegen stehen, und stärkt die gemeinsame Stimme gegenüber den politischen Entscheidungsträgern.

Ebenso wichtig ist die Verbreitung der Petition: Bitte teilen Sie den Aufruf über Ihre Netzwerke, Websites, Zeitschriften, Newsletter und Social-Media-Kanäle. Informieren Sie zudem Ihre Mitarbeitenden, Kolleginnen und Kollegen über interne Verteiler, Rundmails oder Intranetbeiträge.

Je mehr Menschen erreicht werden, desto größer ist die öffentliche Aufmerksamkeit für die Anliegen von Menschen mit Unterstützungsbedarf und die Menschen in den Einrichtungen, die sie begleiten.

Weitere Informationen, Materialien zur Kampagne sowie den Link zur Petition finden Sie unter:
https://nichtammenschensparen.de/

Gemeinsam können wir ein deutliches Signal senden: Nicht am Menschen sparen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung. 

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Barbara Heuerding
Geschäftsführerin

Zeitschriften BeB Aktuell

Die Kerbe - Forum für soziale Psychiatrie

Aktuelle Ausgabe: Lebensstile – Lebenswelten – Lebensgefahren
Menschen suchen seit jeher nach Genuss, besonderen Erlebnissen oder Möglichkeiten, dem Alltag zu entfliehen. Diese Suche kann jedoch zu riskantem Verhalten führen, das gesundheitliche und soziale Gefahren mit sich bringt. Um solche Verhaltensweisen zu verstehen, müssen biologische, psychologische, soziale, kulturelle und politische Faktoren gemeinsam betrachtet werden. Mit diesen vielfältigen Themen beschäftigt sich das aktuelle Heft der Kerbe. Wir laden Sie ein, mit den Lebensstilen, Lebenswelten und Lebensgefahren suchtkranker Menschen in Berührung zu kommen.
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Orientierung – Fachzeitschrift für die Teilhabe

Aktuelle Ausgabe: Kinder
Die neueste Ausgabe der Orientierung rückt die Jüngsten ins Zentrum. Kinder gehören zu den vulnerabelsten Gruppen unserer Gesellschaft, weil sie den Verhältnissen, in die sie hineingeboren werden, weitgehend ausgeliefert sind. Die Bedingungen, unter denen sie aufwachsen, prägen sie oft ein Leben lang und bestimmen schon früh, welche Türen sich öffnen und welche ihnen verschlossen bleiben. Das aktuelle Heft widmet sich genau diesen Rahmenbedingungen und wirft einen Blick auf Bildungsungleichheit, unterschiedliche Wege der Inklusion, Medienkonsum und Pädagogik. Es lädt dazu ein, verschiedene Perspektiven einzunehmen, auch die der Kinder selbst.
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Aktuelles

Evaluation des BeB-Modellprojekts fordert Verbesserungen im Gesamtplanverfahren
Von 2023 bis 2026 unterstützte das von Aktion Mensch geförderte Projekt Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischen Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf dabei, sich auf ihr Teilhabe- beziehungsweise Gesamtplanverfahren vorzubereiten. Gemeinsam mit Expert*innen in eigener Sache, Fachkräften aus der Praxis und Theoretiker*innen, wurden Schulungen sowie barrierefreie Handbücher entwickelt. Die Materialien vermitteln Wissen über Rechte und Verfahrensabläufe und unterstützen dabei, eigene Wünsche, Ziele und Bedarfe zu formulieren.
Weitere Informationen, Materialien und die Handbücher zum Projekt sind in leichter und schwerer Sprache verfügbar.
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Veranstaltungen

Gegen das Vergessen – Aus der Geschichte lernen
Die Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie laden in Berlin zum 04. September zu ihrer alljährlichen Begleitveranstaltung zum Gedenken an die Opfer von Patient*innenmord und Zwangssterilisation zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Gedenken steht im Zeichen einer Zeit, in der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen wieder zunehmend unter Druck stehen und der Erinnerungskultur neue Bedeutung verleiht. Eine Anmeldung ist bis zum 19. August möglich.
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CleanMed Berlin 2026 - Der Nachhaltigkeitskongress vor Ort für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft
Klimakrise, Extremwetter und knappe Ressourcen machen deutlich, dass nachhaltiges Handeln in Kliniken und sozialen Einrichtungen gerade jetzt zentral ist. Als führender Vor-Ort-Kongress für Nachhaltigkeit in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft bietet die CleanMed Berlin am 28. - 29. September. daher zahlreiche relevante Impulse, um das Richtige zu tun. Nutzen Sie die Gelegenheit für Austausch, den Blick „über den Tellerrand“ und Lernen von anderen.
Profitieren Sie außerdem von 10 % Rabatt auf den Ticketpreis mit dem Code „BeB10CMB26“.
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Service

Jahresbericht veröffentlicht: Schlichtungsstelle immer gefragter
Die Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) unterstützt Menschen mit Behinderung bei außergerichtlichen Streitfällen mit den öffentlichen Stellen. Im vergangenen Jahr wurde diese gemäß des nun veröffentlichen Jahresberichts 436 mal in Anspruch genommen, was einem Anstieg um ein Drittel entspricht. Insbesondere in den Bereichen „Benachteiligungsverbot/ angemessene Vorkehrungen“ und „Assistenzhunde“ musste die Stelle vermitteln.
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Aktion Mensch veröffentlicht Studie zu gesellschaftlichem Zusammenhang
Die Studie untersucht, wie Menschen mit Behinderung den gesellschaftlichen Zusammenhang bewerten. Gemäß den Ergebnissen fühlen sie sich in allen Bereichen, von der Familie über den Freundeskreis bis hin zu Arbeit und Nachbarschaft, weniger zugehörig als die Gesamtbevölkerung. Auch die Sorge vor gesellschaftlicher Spaltung ist größer. Fast die Hälfte der Befragten mit Behinderung engagiert sich auch ehrenamtlich für mehr Zusammenhalt, ein überdurchschnittlicher Wert.
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DIMR: Menschen mit Behinderungen werden immer noch nicht ausreichend vor Gewalt geschützt
Die Politik muss Menschen mit Behinderungen besser vor Gewalt schützen: Diese Forderung erhebt die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR). Grundlage für die aktuellen Einschätzungen des DIMR sind zwei Studien, die im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des damaligen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt wurden. Ihr zentrales Ergebnis: Die Gewaltbetroffenheit bleibe hoch, die Zahlen hätten sich seit der letzten vergleichbaren Erhebung aus dem Jahr 2012 nicht verbessert.
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BMAS fördert Projekte für bessere politische Teilhabe
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Förderung neuer Projekte aus dem Partizipationsfonds ausgeschrieben. Ziel der Förderung sind Projekte von bundesweit agierenden Organisationen von Menschen mit Behinderungen zur Stärkung der politischen Teilhabe. Anträge können ab dem 3. August 2026 über das Förderportal des BMAS bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) eingereicht werden.
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Redaktion: Sevinç Topal, Pressereferent 

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Der evangelische Fachverband für Teilhabe ist ein Fachverband der Diakonie. Auf der Grundlage seiner ethischen Haltung, seines christlichen Menschenbildes sowie der UN- Behindertenrechtskonvention setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörigen ein. Zwei gewählte Beiräte aus diesen Personengruppen begleiten den BeB im kritisch-konstruktiven Dialog. Als Interessenvertretung von über 900 evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie arbeitet der BeB daran, die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern, die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in ihrer Vielfalt zu fördern sowie umfassende Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung zu realisieren.

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