Handreichung zu Beratung und Begleitung bei pränataler Diagnostik erschienen

Empfehlungen an evangelische Dienste und Einrichtungen für eine geregelte Kooperation

 

Berlin, 17.2.2009 – Die Handreichung „Beratung und Begleitung bei pränataler Diagnostik“ ist soeben erschienen. Die gemeinsam vom Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB), dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V., der Evangelischen Konferenz für Familien- und Lebensberatung e.V. Fachverband für Psychologische Beratung und Supervision (EKFuL) und Eltern helfen Eltern e.V. in Berlin-Brandenburg herausgegebene Broschüre enthält Empfehlungen an evangelische Dienste und Einrichtungen für eine geregelte Kooperation. An der Erarbeitung beteiligt waren außerdem Vertreter des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes e.V. (DEKV) sowie der evangelischen Krankenhausseelsorge.

Aktuelle Brisanz erhält das Thema durch die derzeitige Debatte im Deutschen Bundestag um die Reduzierung von Spätabtreibungen. Hintergrund der Handreichung ist die ständige Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der Angebote im Bereich der vorgeburtlichen Diagnostik. Die Pränataldiagnostik ist zu einem Regelangebot in der Schwangerenvorsorge geworden. Dabei gibt es ein Missverhältnis von Diagnose und Therapie. Ein auffälliger Befund kann Schwangere und ihre Partner zutiefst verunsichern. Sie stehen dann vor einer schwierigen Entscheidung: für oder gegen das Leben mit einem (möglicherweise) behinderten Kind.

Oberstes Ziel der Handreichung ist dementsprechend eine umfassende Aufklärung und qualifizierte Beratung schwangerer Frauen und ihrer Partner zum frühestmöglichen Zeitpunkt sowie die interprofessionelle Begleitung nach Feststellung eines auffälligen Befundes. Erreicht werden soll mit Hilfe der Handreichung eine interdisziplinäre Kooperation und Vernetzung bei Pränataldiagnostik in evangelischen Diensten und Einrichtungen. Möglich gemacht werden soll dies durch die Institutionalisierung eines Netzwerks unter Schwangerschaftsberatungsstellen, Krankenhäusern und Ärzten, Krankenhausseelsorge, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Eltern-Selbsthilfe sowie Frühförderstellen und Sozialpädiatrischen Zentren.

Die Broschüre ist beim BeB unter info@beb-ev.de oder per Fax an 030/83001-275 kostenlos erhältlich. Sie kann ebenfalls im Internet unter www.beb-ev.de im Bereich „Fachthemen“ heruntergeladen werden.

Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. ist ein Fachverband im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschland. Seine rund 600 Mitgliedseinrichtungen halten Angebote für mehr als 100 000 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen aller Altersstufen bereit. Damit deckt der BeB bundesweit annähernd 50 Prozent der Angebote der Behindertenhilfe sowie wesentliche Teile der Sozialpsychiatrie ab. Als Zusammenschluss von evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen fördert, unterstützt und begleitet der BeB Menschen mit Behinderungen oder psychischer Erkrankung und ihre Angehörigen.

Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB)
Pressesprecher: Dr. Thomas Schneider
Tel./Fax: 030/83001-274/-275, Mobil: 0160/ 90 24 26 75
E-Mail: schneider@beb-ev.de, www.beb-ev.de

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