Keine Aufnahme weiterer selektiver Untersuchungen in die Regelversorgung!

Stellungnahme von 20 Gruppen und Organisationen anläßlich der Tagung des Gemeinsamen Bundesausschuss am 16. Februar

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im August 2016 das Methodenbewertungsverfahren zur Einführung von nicht-invasiven pränatalen Tests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 in die reguläre Schwangerenversorgung eingeleitet. Das Plenum des G-BA will am kommenden Donnerstag, den 16. Februar, das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) mit der Erstellung einer Versicherteninformation beauftragen.

Die zur Diskussion stehenden NIPT auf die Trisomien 13, 18 und 21 bewirken keine Verbesserung der medizinischen Versorgung der Schwangeren oder des werdenden Kindes. Aus den Ergebnissen der Tests ergeben sich keine Therapiemöglichkeiten, sie stellen lediglich die - eigentlich bereits getroffene - Entscheidung für das werdende Kind in Frage. Die pränatale Suche nach genetischen Merkmalen ist eben keine Schwangerenvorsorgeuntersuchung, sondern eine selektive Fahndung nach unerwünschten Abweichungen. Aus diesem Grund gehört die selektive PND insgesamt auf den Prüfstand.

Die unterzeichnenden Organisationen wenden sich daher gegen die weitere Normalisierung selektiver Pränataldiagnostik und fordern eine andere Art der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Schwangerenvorsorge und Behindertenfeindlichkeit.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie im Anhang.

Pressekontakte

Kirsten Achtelik, GeN - Gen-ethisches Netzwerk e.V.
Tel.: 030 6857073
eMail: k.achtelik@gen-ethisches-netzwerk.de

Silke Koppermann, Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik
Tel.: 040 5118485, 0160 95497345 (mobil)
eMail: silke.koppermann@hamburg.de

Claudia Heinkel, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Pua-Fachstelle für Information, Aufklärung, Beratung zu Pränataldiagnostik und
Reproduktionsmedizin
Tel.: 0711 1656341, 0151 41 602127 (mobil)
eMail: pua@diakonie-wuerttemberg.de

Pressemitteilung

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