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„Inklusion beginnt im Kopf“ – und mit gemeinsamer Bildung!

BeB will „eine Schule für alle“ voranbringen

Berlin, 3.5.2011 – Anlässlich des diesjährigen Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am kommenden Donnerstag, dem 5. Mai 2011, bekräftigt der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB), dass Inklusion am besten gelingt, wenn Menschen mit und ohne Behinderung von Beginn an zusammen leben und lernen. Insbesondere beim gemeinsamen Unterricht besteht dringender Handlungsbedarf, wie zuletzt anhand der Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (KMK) zur inklusiven Bildung deutlich wurde, die das Verständnis von Inklusion nicht konsequent umsetzen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Diakonie Bundesverband zu den KMK-Empfehlungen hebt der BeB hervor, dass diese Empfehlungen hinter dem mit der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) verknüpften Anspruch des Rechts auf gemeinsames Lernen zurückbleiben und nach wie vor Türen für separierende und damit ausgrenzende Bildung offenhalten. In ähnlicher Weise haben sich auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, sowie die Monitoring-Stelle zur UN-BRK, die beim unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin eingerichtet ist, zu den KMK-Empfehlungen geäußert.

Ein gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf ist in Deutschland noch oft die Ausnahme, vor allem an weiterführenden Schulen. Dabei ist in Fachkreisen der Sinn und Nutzen gemeinsamer Beschulung bereits seit langem unumstritten – man weiß, dass sie Kindern und Jugendlichen mit Behinderung nützt sowie Kindern und Jugendlichen ohne Behinderung nicht schadet. Vor diesem Hintergrund hat der BeB Ende 2010 das von Aktion Mensch geförderte Handlungsprogramm „Eine Schule für alle – jetzt!“ gestartet, durch das der BeB gemeinsam mit seinen Mitgliedsschulen, dem Diakonie Bundesverband und dem Arbeitskreis evangelischer Schulen (AKES) im Verlauf der kommenden drei Jahre wesentliche Erkenntnisse zur inklusiven Schulbildung gewinnen und in der Praxis an fünf Modellstandorten umsetzen will.

In Kürze werden die teilnehmenden Schulen bekannt gegeben. Es geht um den Ausbau inklusiver Bildung und Erziehung in Regel- und Förderschulen und um die Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt. Auf der seit Ende März freigeschalteten Website www.Vielfalt-in-Bildung.de finden Sie weitere Informationen.

Die gemeinsame Stellungnahme von BeB und Diakonie Bundesverband zu den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur inklusiven Bildung finden Sie hier.

Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) ist ein Fachverband im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland. Seine rund 600 Mitgliedseinrichtungen halten Angebote für mehr als 100.000 Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung aller Altersstufen bereit. Damit deckt der BeB wesentliche Teile der Angebote der Behindertenhilfe sowie der Sozialpsychiatrie in Deutschland ab. Als Zusammenschluss von evangelischen Einrichtungen, Diensten und Initiativen fördert, unterstützt und begleitet der BeB Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörige.

Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB)
Pressesprecher: Dr. Thomas Schneider
Tel./Fax: 030/83001-274/-275, Mobil: 0160/ 90 24 26 75
E-Mail: schneider@beb-ev.de, www.beb-ev.de

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