Orientierung Ausgabe 3/2007

Cover Ausgabe 3/2007Kennen Sie sich aus?

Wir haben uns schlau gemacht:

„Gender" kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind - anders als das biologische Geschlecht – erlernt und damit auch veränderbar. Es gibt keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit.

„Sex“ (ebenfalls englisch) bezeichnet das biologische Geschlecht: Weiblich = Mädchen/Frau und männlich = Junge/Mann.

„Mainstreaming“ (englisch für „Hauptstrom“) bedeutet, dass eine inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird“.

„Behindert“ – na, das wissen Sie selbst.

Und aus diesen vier Begriffen ist unser neues Heft gebastelt. Oder, wie es Swantje Köbsell in ihrem Beitrag „Gendern Sie schon?“ formuliert: „Behinderte Menschen sind Männer und Frauen. Diese schlichte Feststellung ist immer noch wenig verbreitet, was eine (doppelte) Form der Diskriminierung darstellt. Das Zusammenspiel von Geschlecht und Behinderung im Leben behinderter Männer und Frauen wird auch im Gender Mainstreaming kaum berücksichtigt und die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Anforderungen werden nicht wahrgenommen.“

Und, wie haben Sie's mit dem „Gender Mainstreaming“? Bei sich selber? An Ihrem Arbeitsplatz? Bei Ihrer Assistenz von Männern und Frauen mit Handicaps? Alles paletti? Oder doch nicht so ganz?

Lassen Sie sich anregen und hinterfragen, vielleicht sind Sie hinterher etwas nachdenklicher als vorher - so wie wir es im Redaktionskreis bei unserer Sitzung in Fulda geworden sind.

Schönen Gruß!

Martin Herrlich / Frieder Fabriz

Leseprobe (gescanntes PDF-Dokument)

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