Aktion Grundgesetz mischt sich in Diskussion um Sozialreformen ein

Menschen mit Behinderungen fordern "Lokale Teilhabepläne"

Vor über 180 Rathäusern, Landesregierungs- oder Behördensitzen und auf Marktplätzen in ganz Deutschland  forderten Menschen mit und ohne Behinderungen am Wochenende "Lokale Teilhabepläne". In mindestens ebenso vielen Städten und Gemeinden fanden zudem Kundgebungen, Diskussionen, Pressekonferenzen sowie Kulturveranstaltungen statt, die sich mit den laufenden Sozialreformen in Deutschland auseinander setzten.

Insgesamt beteiligten sich trotz des schlechten Wetters bundesweit etwa 110.000 Menschen an den Aktionen zum 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, die in diesem Jahr wegen des Feiertages Christi Himmelfahrt vor allem am vergangenen Wochenende stattfanden. Geplant und koordiniert wurden sie von der Aktion Grundgesetz, einem Bündnis bundesweit arbeitender Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe. Eine bundesweite Anzeigenkampagne machte zusätzlich auf die Ziele und Aktionen des 5. Mai aufmerksam.

"Herauskommen soll", so Heike Zirden, Pressesprecherin der Aktion Mensch, "ein gemeinsamer Plan, wie sich die Kommunen in den nächsten Jahren verändern sollen, damit Menschen mit Behinderungen ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können."

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