Stellungnahme des BeB zum Umgang mit Gewalt in der Psychiatrie

Zum Umgang mit GEWALT IN DER PSYCHIATRIE - Zusammenfassung der Arbeitsgruppenergebnisse der Tagung „Psychiatrie und Gewalt – Durchschlagende Wirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen“ der Sektion Psychiatrie im Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) vom 27.10. bis 28.10.2004 in Bonn

Kann sich die Psychiatrie als frei von Gewalt definieren? Ist das Ziel einer gewaltfreien Psychiatrie illusionär oder ist es erreichbar? Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen im Rahmen der Jahrestagung des FB Psychiatrie des BeB verneinen beide Fragen, weisen allerdings auf Defizite in der aktuellen psychiatrischen Behandlung und Begleitung hin. Auszugehen ist davon, dass die gesamte, klinische und außerklinische Psychiatrie in einem gesellschaftlichen Kontext verortet ist, in dem Gewalt, sowohl in ihrer strukturellen als auch in ihrer direkten Form existiert und in Teilen auch staatlich legitimiert ausgeübt wird. So hat die Psychiatrie, neben dem Auftrag der Behandlung psychischer Erkrankung (bzw. der Begleitung von chronisch erkrankten Menschen), in der klinischen Psychiatrie auch immer den staatlichen Auftrag der sicheren Unterbringung von Menschen, die gegen sich und/oder Andere gewalttätig geworden sind bzw. drohen dies zu werden. Diese ordnungsbehördliche Funktion ist immanenter Bestandteil der psychiatrischen Arbeit und prägt auch alle anderen psychiatrischen Arbeitsfelder mit.

Die ganze Stellungnahme steht Ihnen als PDF-Datei zur Verfügung.
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